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Kanken Toyama 1888-1966 - trainierte unter Itosu Shorin-Ryu in Okinawa und verschiedene Kung-Fu-Stile in Taiwan - zusammen mit Gichin Funakoshi einziger Erbe des Itosu-Stils - Einer der Ersten, der Karate von Okinawa nach Japan brachte - Buchautor und Gründer der "All Japan Karate-Do Federation" (AJKF) |
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Kanken Toyama, Karate-Lehrer aus der letzten Generation der großen Karatemeister, wurde am 24.September 1988 in Shuri geboren. Es war das 21.Jahr der Meiji-Ära. Sein Geburtsname war Kanken Oyadamari und er entstammte einer noblen Familie. Toyama Kanken begann seine Ausbildung im Karate unter Meister Itarashiki im Jahr 1897. Später bat er um Unterrichtung durch den großen Meister Anko Itosu, der auch Gichin Funakoshi unterrichtete. Itosu Sensei wurde dann sein Lehrer und geistiger Führer. Er trainierte bei seinem Meister bis zu dessen Tod im Jahr 1915.
Sein Beruf war Schullehrer und den Ausbildungsbereich den er sich gewählt hatte, war das Lehren von Karate. 1907 ernannte ihn Itosu zum Assistenten "Shihandai " am Okinawa Lehrer College in Shuri-Stadt. 1914 erhielt er ein "High Office" an der Shuri Grundschule. Toyama war einer von zwei Studenten denen der Titel "Shihanshi" zuerkannt wurde. Der Andere, der den Titel von Itosu erhielt war Funakoshi Gichin.
1924 zog Toyama Kanken mit seiner Familie nach Taiwan um, wo er an der Grundschule unterrichtete. Er studierte verwandte Systeme des chinesischen Ch'uan Fa ( Kempo/ Kwan-bop ), die Taku (Hakuda in japanischer Sprache ), Makaitan, Rutaobai und Ubo beinhalteten.
Taku gehört zu den "Hotsupu" (nördlichen Kungfu Schulen) und ist auch bekannt als Neikung Ch'uan Fa (Shorei Kempo). Dies ist eine innere Methode. Makaitan und Rutaobai, die die "Nukite" (Speerhand-Techniken) entwickelten und Ubo gehören alle zu der Nampa, südlichen Schule des Ch'uan Fa. Sie sind äußere Methoden oder Waikung Ch'uan Fa (Shorei Kempo).
Diese letzten drei Stile stammen direkt von Taiwan und Fukuden, China. Toyama Sensei, ist auch dafür bekannt, dass er Tai Chi Ch'uan Fa studiert und gelehrt hat. Zum Beispiel lernte Koyasu Sensei T'ai Chi von Toyama.
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Anfang
1930 zog Toyama wieder von Taiwan zurück. Er entschloß sich aber nicht nach
Hause, also nach Okinawa, Naha zurückzukehren.
Er ging nach Japan und
am 20 März 1930 eröffnete er sein erstes Dojo in Tokyo.
Er
war damit einer der Ersten, der Karate aus Okinawa nach Japan brachte und
dort unterrichtete.
Er
nannte sein Dojo
Shu Do Kan.
Dies bedeutet "Die Halle, Schule oder Gemeinschaft des Studiums des Weges"
(im Sinne von Karate Weg bzw. Karate-Do). Doch Toyama Sensei unterstrich,
dass er damit nicht einen neuen Stil
(Ryu-Ha),
ein neues System oder eine Ideologie gründen wollte.
Er kombinierte auch nicht die verschiedenen Stile die er gelernt hatte.
Die, die bei ihm trainierten, lernten Itosu's Shorin Ryu und verwandtes
Ch'uan Fa. Toyama Kanken, nun Dai Shihan, gründete die "All Japan Karate-Do Federation" (AJKF) im Jahr 1946. Es gibt einige Beweise das die AJKF tatsächlich bereits 1930 gegründet wurde, doch der Verband entfaltete sich nicht zu einer ausgewachsenen Organisation bis sie offiziell dokumentiert und anerkannt war im Jahr 1946. Mit der Etablierung eines Verbandes wie der AJKF, war es Toyamas Absicht die Karate-Schulen von Japan and Okinawa innerhalb einer leitenden Organization zu vereinen. Sie sollte ein Forum bieten für den Austausch von Ideen und Techniken. Der Verband wurde eine Autorität für die Rang-Anerkennung und -Graduierung, sowie geschaffen als ein Forum für den Wettkampf. Die AJKF leistete später Pionierarbeit im Vollkontaktkampf. Dazu wurde modifizierte Kendo Schutzausrüstung (Bogu) benutzt. Die AJKF war auch erfolgreich darin, wichtige Personen von außerhalb, wie zum Beispiel Dr. Tsuyoshi Chitose, den Gründer von Chito Ryu Karate-Do anzuziehen. Dr. Chitose diente viele Jahre in verschiedenen Führungspositionen in der AJKF. Er war Präsident und Vizepräsident. Toyama's Spezialität im Karate waren Festhaltetechniken (Useishi No Kata und Aku Ryoku Ho) der Meister Itosu und Itarashiki und ähnliche chinesische Methoden zur Finger und Hand Stärkung. Er war Autor der beiden Bücher Karate-Do Taihokan und Karate-Do. |
1949 wurde Toyama geehrt mit einem speziellen Ehren-Titel durch den Governeur von Okinawa, Herrn Shikioku Koshin. Neben dem Erlernen des Shorin-Ryu von Itosu, studierte und meisterte Toyama andere Karatestile von anderen bemerkenswerten Meistern des Naha-Te und des Tomari-Te, die auch Waffentechniken "Kobu-Jutsu" beeinhalteten. Einige seiner anderen Lehrer waren Aragaki, Azato, Chibana, Oshiro, Tana und Yabu.
Es wird auch gesagt, dass der koreanische Ch'uan Fa Meister, Yoon Byung-In in Toyamas Schule zum trainieren kam. Toyama Kanken soll gesagt haben, dass er und Yoon Byung-In Techniken austauschen sollten. Toyama studierte so Northern Manchurian Kwan-Bop von dem Koreaner. Später kehrte Yoon Byung-In zurück nach Korea. Er war nun Shihan (Großmeister) des Shudokan und lehrte den Stil dort. Byong In Yoon ist der einzige Koreaner der in Toyama's Buch aufgeführt ist, dem "AJKF/ Shu Do Kan Register" aus dem Jahre 1959 mit einem 5.Dan-Rang und dem Titel eines Shihan. Byong In Yoon verschwand während des Korea Krieges im Jahr 1950. Tauchte aber wieder 1995 in Nord Korea auf. Zwei seiner Schüler gründeten zwei der wichtigsten Dojos (Kwans) in Korea. Lee Nam-Suk gründete das Chungmukwon (Hall for the Propagation of Military Training) und Park Chull-Hee gründete das Kang Duk Kwon (Training Hall for the Teaching of Virtue).
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Obwohl Toyama Kanken viele fähige Shudokan-Instructoren hervorbrachte, betrachtete er das Shu Do Kan nicht als einen Stil des Karatedo, eher als einen Platz um zu trainieren. Konsequenterweise, bestimmte er keinen Erben oder Shudokan Stil Führer, der ihm nachfolgen sollte. Das Ergebnis davon war, dass Toyama`s (Trainings-)System nach seinem Tod im Jahr 1966 auseinanderbrach. Onishi, einer der älteren Schüler, gründete Koei Kan Ryu im Jahr 1952. Wegen politischer Differenzen in der japanischen Landespolitik, gab ihm Toyama die Erlaubnis dazu und wünschte ihm auf seinem Weg alleine viel Glück. Warum Onishi das tat, lange bevor sein Meister starb, ist nicht klar, aber er war sofort des sehr nahen Verhältnisses zu seinem Sensei Toyama beraubt. Nach dem Tod von Toyama Sensei etablierten auch andere ältere Schüler ihre eigenen Stile: |
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Toshi Hanaue bewahrte das originale Shu Do Kan Ichikawa Isao gründete den Do Shin Kan Ryu (The Heart of the Way Style) im Jahr 1969 -> siehe Logo rechts Michio Koyasu gründete Soryu (The All or Complete Style) im Jahr 1967 |
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