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  Deutsche Meisterschaft im Kobudo

Kata und Bo Shiai

Am 15. Juni 2002 fanden beim Karate-Verein Funakoshi Lauf in Lauf bei Nürnberg die ersten Deutschen Meisterschaften im Kobudo statt. Über 70 Einzel -und 20 Mannschaftstarts  zeigten Kobudo, also Karate mit trad. Waffen "at it`s Best". 13 von 50 bundesweit existierenden Vereinen aus 6 Bundesländern des KOBUDO-KWAI DEUTSCHLAND e.V. hatten das Niveau und die Mittel an den Championships in der Bertleinschule, zum 20jährigen Jubiläum des Verbandes, teilzumehmen. 

Aus Laufer Sicht, bereits seit 11 Jahren wird diese Kampfkunst beim Karate-Verein Funakoshi angeboten, war man sehr erfolgreich, man gewann zwei DM-Titel:

Roland Dorn, 1.Dan wurde Deutscher Meister im Kata-Shiai gegen 19 starke Mitbewerber. Der Heuchlinger Schwarzgurt zeigte in der Finalbegegnung die Hanbo (Kurzstock,95 cm) -Kata „Hate-No-Dai“ mit komplizierten Wurf und –Fang-Elementen. Ebenfalls Deutscher Meister wurde die Kata-Jugendmannschaft in der Besetzung Barbara Liebel, Matthias Blos und Eriston Sanguev, die allesamt ebenfalls erfolgreiche, langjährige Karateka sind. Der Kobudo-Sensei des Funakoshi-Vereins Klaus Oblinger, 3.Dan, zuletzt noch über Ostern im Training mit Kobudo-Großmeister Tamayose 8.Dan in Okinawa, konnte sich trotz hoher Katas aufgrund des sehr guten Niveaus der Herren-Konkurrenz nicht platzieren.

2.PLÄTZE DM: Barbara Liebel wurde im Kata-Einzel der Jugend Zweite hinter Steffie Urmann aus Plattling. Matthias Blos wurde Vizemeister und Christoph Elbert Dritter der Kata-Jugend-Disziplin hinter Christoph Kauppert vom Bushido Landshut. Gregor Renner wurde Vizemeister bei den Kindern-mixed hinter Laura Woschitz aus Waldböckelheim (RH-PF).

3.Plätze DM: Der Marburg-Student Dorn wurde auch noch Dritter beim Bo-Kumite. Das Laufer Männer-Kampfteam in der Besetzung Dorn, Kobudo-Abteilungsleiter Sven Josten 1.Dan und Rainer Oberpriller, 1.Dan verlor gegen den späteren Sieger Augsburg, wurde aber hinter Plattling zusammen mit Leipzig Dritter. Angelika Stadelmeier wurde Dritte bei den SENIORINNEN in der Kata hinter zwei Damen aus Freising. Maria Renner wurde bei den Schülerinnen Dritte hinter den Geschwistern Anna und Miriam Falenski vom Kobudo-Zentrum Waldböckelheim (RH-PF).

Schwerpunkt waren die Kata-Meisterschaften (Formen mit trad. Waffen). Aber nicht weniger interessant und ungemein spannend waren allerdings die Kämpfe im Bo Shiai (Freikampf mit Langstöcken). Die gewöhnungsbedürftigen, schweren und mit Schaumstoff gesicherten Kumite-Bo’s sind bestimmt nicht mit normalen Bo’s vergleichbar. Aber die Sicherheit der Kämpfer geht hier natürlich vor. Trotzdem waren überaus spannende Kämpfe zu sehen. Schnelle, aber auch starke Aktionen und Techniken die aufgrund der schwere und Dimensionen der Waffe eigentlich nicht zu erwarten waren. Entsprechend in Schweiß gebadet verließen die Wettkämpfer dann auch die Kampffläche! Es kann hier in jedem Fall nur von einer Bereicherung der Wettkampfszene gesprochen werden. Ein Schwarzgurt-Teilnehmer aus München: „Für mich, als ausgesprochenem Kata-Fan, ist das Bo-Shiai als Wettkampfsport nicht mehr wegzudenken.“  

Für die Kampfrichter um KR-Referent Michael Rapp, 3.Dan aus Augsburg ein ungemein schwieriges Unterfangen war es die Vielzahl der tollen Kobudo-Kata zu bewerten. Besonders schwierig wurde es dann, wenn unterschiedliche Waffen (es gibt rund 30 überlieferte) zum Einsatz kamen. Allerdings ist der Bo eine Waffe deren Eleganz, Dynamik und Kraft in der Kata sehr gut zum Ausdruck kommt und damit deren Vertreter von Vorteil in Lauf waren. Der Vortrag einer anderen Waffe wie Tonfa (Polizeistock), Kama (Sichel) oder Sai (Eisengabel) mußte da schon wesentlich besser sein, um den Vorteil des Bo wettzumachen.Aber gerade der Einsatz all dieser Waffen zeigte wiederum die Vielseitigkeit des Kobudo, mit seinen wunderschönen, aber auch sehr anspruchsvollen Kata.  

Das Veranstalter-Team um Funakoshi-Vorstand Jürgen Mayer 4.Dan wurde von allen Beteiligten sehr gelobt. Neben dem bekannt hohen Catering-Standart (Kuchen, Eintopf und Extras) von den Frauen um Evi Liebel, befanden sich eine Soundanlage, Computer, Drucker und Kopierer in der festlich geschmückten Halle. 

“Ich bin von den Leistungen bei der Kobudo-DM 2002 begeistert, daher nochmals meine glückwunsche an alle erfolgreichen kobudoka. es ist einfach wahnsinn was das orgateam vom kvfl alles auf die Beine gestellt hat um diesem event, zum jubiläumsjahr des kwais, würdig zu gestalten.“ Dirk Lauterwasser Regensburg 

„Ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal beim Präsidenten des KKD, Jürgen Mayer, für die Ausrichtung der DM 2002 bedanken. Das war die beste Veranstaltung der 20 jährigen Verbandsgeschichte. Ein großes Lob an das ORGA Team auf Lauf. Wir blicken schon auf die nächste Meisterschaft in 2003. Aber es wird schwer das Event in Lauf zu toppen. Denn wieder einmal ist es den Freunden aus Lauf gelungen die Meßlatte sehr hoch anzulegen. Wir arbeiten daran!“ Bundestrainer KKD Rainer Seibert

„Deutsche Meisterschaft 2002 – ein Megaereignis! Besonders hervorheben möchte ich die ausgezeichnete Organisation: Ein dickes Lob an Jürgen Mayer und seine Truppe vom Funakoshi Lauf. Ablauf, Ambiente, Catering und Musik während des Wettkampfs waren spitze. Die Preisverleihung wird sämtlichen Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben...... Ein Dank auch an die Verantwortlichen in Lauf für die Hallenübernachtung. Deutsche Meisterschaft 2002 – ein Megaereignis!“ Ralf Anneser Landshut 

Nur ein Vorwurf muß sich der Veranstalter gefallen lassen. Beim Wetter hat er völlig daneben gegriffen!  Wolkig mit einer schwülen Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit, Regen incl. Gewitter, da reichte schon die Verbeugung zu Beginn einer Kata um ins Schwitzen zu geraten! Weitere Infos und Fotos auf 5 Seiten zur DM bei: http:/www.funakoshi.de/

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